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Werbedesign

Werbedesign ist ein eigenartiger Begriff. Jeder kennt ihn, jeder verbindet damit eine gewisse Vorstellung. Tatsächlich findet man auch viele Annoncen und Sucheinträge bei Google, in denen Werbedesigner auf sich und ihre Arbeit aufmerksam machen wollen. Aber in Wikipedia gibt es keinen Eintrag dafür und noch nicht einmal der Duden liefert eine Beschreibung dazu. Das bedeutet schlicht und ergreifend, dass für die deutsche Sprache der Werbedesigner eigentlich nicht existiert. Was machen wir als Werbedesigner denn jetzt, um unsere Existenz zu rechtfertigen?

Kein Problem, da gibt es zwei Möglichkeiten. Entweder wir zerlegen den Begriff in seine Einzelteile und erläutern die beiden Begriffe Werbung und Design. Das ist ja schon einmal ein vielversprechender Ansatz.

Oder aber wir sammeln einmal die Designformen, die in der Werbung eingesetzt werden und fassen sie auf einer Metaebene unter dem Begriff Werbedesign zusammen. Das wären dann natürlich einmal Grafikdesign und Webdesign. Aber auch das Mediendesign und das Kommunikationsdesign müssen trotz ihrer Ähnlichkeit in der Ausübung beide genannt werden. Dazu kommen in speziellen Ausrichtungen der Werbebranche dann auch noch das Produkt-Design und das Datenbankdesign. Zu guter Letzt führen wir dann noch das Corporate Design auf, obwohl bei diesem komplexen Ansatz moderner Unternehmensgestaltung der Anteil der Werbung tatsächlich nur ein relativ geringer ist.

Wenn wir jetzt alle diese Designformen zusammenfassen unter dem Begriff Werbedesign, bewegen wir uns dann nicht auf dünnem Eis? Jawohl, Sie haben Recht. Nicht nur, dass all diese Designformen auch in anderen Berufen höchst erfolgreich ausgeführt werden, nein, darüber hinaus erfordern viele dieser Designformen eine gänzlich unterschiedliche Ausbildung, die bis zu einem Hochschulabschluss führen kann. Auf diese induktive Form der Erklärung des Begriffs Werbedesign verzichten wir lieber, denn das hieße doch eine zumindest gedankliche Herabsetzung der Bemühungen und Leistungen all dieser Fachleute.

Komplizierter als gedacht

Kehren wir also zum ersten Ansatz zurück und nehmen uns den Begriff Werbedesign auf deduktive Weise vor. Was ist Werbung und was ist Design? Und können wir diese beiden Welten überhaupt zu einem Begriff zusammenfassen?

  • Werbung
    Simpel gesagt kann man unter dem Begriff Werbung alle Aktivitäten zusammenfassen, deren Zweck darin besteht, den Menschen mittels optischer, akustischer oder kinästhetischer Botschaften und Signale zu einer Handlung anzuregen, die als Ziel einen messbaren Nutzen bzw. Gewinn für den Auftraggeber der Werbung beinhaltet. Dieser Gewinn ist zumeist ökonomischer bzw. wirtschaftlicher Art.
  • Design könnte man zusammenfassen als eine zweckgerichtete Art und Weise der Formgebung bzw. Gestaltung von Zuständen, Prozessen oder Gegenständen, die sich an den Zuständen und Bedürfnissen von Menschen orientiert.

Das klingt alles nicht nur kompliziert, sondern ist es tatsächlich auch. Das wird Ihnen jeder Student der vielen verschiedenen Studiengänge zu diesen beiden Themen bestätigen, der gerade auf die Prüfungen büffelt.

Handlungen durch Werbedesign beeinflussen

Aus dem bisher Gehörten fassen wir dann einfach zusammen, dass ein Werbedesigner wohl jemand ist, der im Bereich der Kommunikation Prozesse oder Gegenstände derart gestaltet, dass im Ergebnis Menschen dazu angeregt werden, so zu handeln, dass für seinen Auftraggeber dabei ein Gewinn herausspringt.

Es ist schon nachvollziehbar, dass der Begriff Werbedesign nicht im Duden erscheint und auch nicht in Wikipedia. Nicht nur, dass diese Erklärung viel zu trocken ist, sondern auch die beiden Begriffe Werbung und Design sind viel zu umfangreich und umfassen viel zu viele Denkansätze und auch Expertise, als dass man sie guten Gewissens so auf eine Berufsbezeichnung reduzieren könnte. Aber verstehen tut es doch jeder.

Bei purpix arbeiten übrigens Marketing-Experten, Kommunikations-Designer, Grafikdesigner IT-Fachleute und Psychologen zusammen und schaffen im Team hervorragende Werbung für Ihr Unternehmen.