Black Hat SEO

Google Richtlinien, Vorgehen und Konsequenzen durch Google Updates

Unter diesem Stichwort werden verschiedene Vorgehensweisen zusammengefasst, die unter Missachtung der Richtlinien von Google wie auch teilweise der Gesetze das Ranking einer Webseite in möglichst kurzer Zeit verbessern sollen.

Die Google Richtlinien gegen Black Hat SEO

Die Richtlinien von Google sind dabei umfangreicher und spezifischer angelegt als die entsprechenden Gesetze z.B. gegen Copyright-Verstöße oder unlauteren Wettbewerb. Die Einhaltung von Googles Richtlinien wird durch hochkomplexe Algorithmen und Programme überwacht. Diese dienen einerseits dazu, unfaire Vorteilsnahme und unlautere Geschäftspraktiken zu verhindern bzw. einzuschränken. Dahinter steht jedoch auch das geschäftliche Interesse von Google. Nutzer einer Suchmaschine, die regelmäßig die Erfahrung machen, im Internet “abgezockt” zu werden bzw. mit Inhalten konfrontiert zu werden, nach denen sie nicht gesucht haben, wenden sich ab. Darunter leidet nicht nur die Beliebtheit der Suchmaschine, sondern auch ihre Haupteinnahmequelle – die bezahlte Werbung, die Google jährlich Milliardengewinne beschert.

Das Vorgehen mit Black Hat SEO

Geschäftliches Interesse steht meist auch hinter den Versuchen, sich per Black Hat SEO schnelle Vorteile und Gewinne zu verschaffen. Wer z.B. keine Inhalte anbietet, sondern massenhaft Links auf seine Website (Linkfarm) setzt, die er sich bezahlen lässt, verspricht den Käufern der Links Vorteile bei den Suchergebnissen. Die angeblich hochwertigen Backlinks sollen Google ein Interesse an der so beworbenen Website vortäuschen und damit das Ranking verbessern – wodurch der Käufer mehr seiner Produkte oder Leistungen verkaufen kann. Google entdeckt solche Bemühungen jedoch und kann sowohl den Linkfarm-Betreiber wie den Käufer mit Herabsetzung in den Suchergebnissen bis hin zur Entfernung aus dem Suchindex bestrafen.

Auf einer höheren Stufe des unlauteren Wettbewerbs können solche Linkfarmen sogar bewusst initiiert und publiziert werden, damit Google reagiert. Der unwissende Betreiber eines so hinterhältig agierenden Konkurrenten wird plötzlich abgestraft und weiß gar nicht, wie ihm geschieht. Ganz illegal wird so ein Vorgehen, wenn man sich unerlaubt Zugang zu fremden Websites verschafft, um dort unentdeckt Backlinks zu platzieren.Die Zahl der Black Hat Methoden in der Suchmaschinenoptimierung oder der negativen Suchmaschinenoptimierung ist lang und ändert sich regelmäßig, je besser die Algorithmen bei Google werden. Konnte vor 20 Jahren noch das Keyword Stuffing, also das massenhafte Verwenden von entscheidenden Keywords z.B. in weißer Schrift auf weißem Hintergrund die Suchmaschinen wie Google täuschen, haben sich die unlauteren oder illegalen Methoden mit der Entwicklung der Algorithmen ebenfalls verfeinert.

White Hat SEO

Man unterscheidet neben den Black Hat Methoden noch die White Hat oder Grey Hat Methoden. White Hat SEO ist legal, ethisch korrekt und entspricht den Google Richtlinien. Damit baut man hochwertigen Content auf, bietet den Nutzern echte Vorteile und echten Mehrwert, liefert eine erstklassige Struktur, hervorragende Technik und absolut faires Gebaren. Das heißt zu Deutsch, man liefert echte Qualität. Diese kostet wie immer richtig Geld und Zeit.

Grey Hat SEO

Wenn man diese Ausgaben und diese Geduld nicht aufbringen mag, greift man zu Grey Hat Methoden. Google kann diese (derzeit) nicht erkennen und man kann damit möglicherweise Geld und Zeit sparen. Jedoch kann jedes Update bei Google zur Entdeckung führen und plötzlich wird aus der Grey Hat Methode eine Black Hat SEO. Eigentlich ist also jede Methode, die nicht ausschließlich dem Nutzen des Nutzers dient, eine Art der Grey Hat SEO. Dazu gehört das einfache Umformulieren oder Umstrukturieren hochwertiger Texte, das Optimieren von Keyword-Verteilungen nach Nutzerverhalten und nicht nach dem Inhalt oder bis vor kurzem auch das Name-Dropping.

Die Konsequenzen großer Google Updates

Noch nach jedem größeren Update von Google gab es reihenweise große Sprünge in den Rankings der Suchmaschinen, die teilweise zu katastrophalen Verlusten führten. So wurde erst vor wenigen Jahren das Name-Dropping erstmals abgestraft, mit dem manche Magazine Besucher anlockten. Namen von Stars, nach denen oft gesucht wird, wurden haufenweise verwendet, ohne dass tatsächlich informativer Wert damit verbunden war. Beispielhaft dafür steht der Bericht über eine erfundene Party mit jeder Menge illustren Gästen. Nach dem Update waren bis dato sehr bekannte Magazine in den Suchergebnissen von Google praktisch nicht mehr zu finden.

Beispiele für Black Hat SEO

  • Hacking konkurrierender Websites, um bei Google belastende Inhalte zu setzen.
  • Link-Kauf und Link-Tausch, um mit diesen Backlinks Wert vorzutäuschen.
  • Bots, die scheinbar echte Inhalte von echten Usern liefern und Traffic vortäuschen.
  • Versteckte Inhalte, kopierte Inhalte und automatisch erzeugte Inhalte.
  • Alle Maßnahmen, die zur Abwertung von Konkurrenten bei Google führen.
  • Brücken-Seiten oder Hallway-Seiten, die Besucher anlocken und weiterleiten. Dazu werden sie mit bedeutungslosen Inhalten gefüllt, die nur für die Suchmaschine gestaltet sind, aber der Nutzer gar nicht zu Gesicht bekommt.
  • Angebliche Warnungen von Providern, der Polizei u.a.m. Der Nutzer wird verleitet, auf Links zu klicken, die Daten abgreifen und/oder illegale Software oder Tracker herunterladen.

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