Bad Neighbourhood

Mit dem Begriff Bad Neighbourhood wird eine Website bezeichnet, die sich nicht an die Richtlinien von Google hält

Wenn solch eine Website auf die eigene verlinkt oder man selbst auf so eine Website verweist, wird Google das beim nächsten Crawling vermerken und möglicherweise negative Konsequenzen einleiten. Daher ist eine regelmäßige Prüfung nötig, von welchen Webseiten auf die eigene Seite verlinkt wird.

Die Konsequenzen einer Bad Neighbourhood

Schlechte Nachbarschaft für eine Webseite kann dem Ruf schaden. Das betrifft jedenfalls den Ruf bei Google – und kann sogar Strafen nach sich ziehen. Der gute Ruf bei Google wird mit dem Begriff Trust bezeichnet. Dieser Trust ist für den Erfolg einer Website bzw. einer Domain bei den Suchergebnissen Bedingung. Geht der Trust verloren, kann Google eine sogenannte Penalty verhängen. Diese Strafen bestehen in einer Abwertung bei Google mit einem schlechteren Ranking oder im schlimmsten Fall in einer Herausnahme aus dem Suchindex.

Wie jedoch die genauen Bedingungen dafür aussehen und wie der Ablauf gesteuert wird, ist wie üblich nicht ganz klar, denn Google lässt sich ungern in die Karten seiner Algorithmen schauen. Klar ist jedoch, was man tun muss, um sich den Trust, also das Vertrauen zurück zu holen.

Google als weltweite Kontrollinstanz

Google setzt bei seinen Suchläufen verschiedene Algorithmen ein, die mit den gemessenen Daten einer Webseite automatische Berechnungen durchführen. Diese führen zu einer Einschätzung der technischen und inhaltlichen Qualität einer Seite und fließen in ihre Bewertung ein. Es sollen derzeit um die 200 bis 250 Faktoren sein, die auf diese Weise zusammenwirken. Wenn man den Erfolg seiner Webseite mit der guten Auffindbarkeit in den Suchmaschinen gleichsetzt, ist Google also längst zu einer Art weltumspannender Schiedsrichter oder Kontrollinstanz geworden. Besonders empfindlich reagiert Google, wenn vermutet wird, dass man die Regeln manipulieren möchte, nach denen Google den Wert einer Website für das Publikum bemisst.

Was bedeutet Bad Neighbourhood in der Praxis?

Eine solche Website will also keinen informativen oder anderweitigen Mehrwert liefern, um einen Erfolg zu erzielen, sondern mit anderen Methoden Geld verdienen oder z.B. politischen Einfluss gewinnen. In diesem Zusammenhang muss auf Black Hat SEO verwiesen werden. Webseiten, die als Bad Neighbourhood gelten

  • versuchen die Algorithmen zu täuschen, in dem sie der Suchmaschine andere Inhalte vorgaukeln als der Nutzer sieht (z.B. über “do follow” und “no follow” Signale).
  • präsentieren kaum nennenswerte Inhalte und passen als Ergebnis eigentlich nicht zur Suchintention der Nutzer. Solche Seiten fungieren z.B. als bezahlte Weiterleitungen.
  • betreiben Keyword stuffing, verwenden also gehäuft Keywords in inhaltlich nicht passender Weise, um Aufmerksamkeit im Suchprozess zu erzielen.
  • verwenden unrechtmäßig kopierte Inhalte, die als duplicate content erkannt werden.
  • betreiben Spam, in dem sie z.B. Nutzer mit Tricks zu Downloads oder Bestellungen verleiten.
  • kaufen oder verkaufen Links in Mengen, um für sich oder für andere Webseiten durch solche Backlinks Bekanntheit und Mehrwert vorzutäuschen.

Die Analyse des Backlink-Profils

Die Prüfung des Linkverkehrs zur eigenen Seite ist also als regelmäßige Maßnahme zu empfehlen, damit man nicht in den Ruch der schlechten Nachbarschaft gerät. Das kann sogar in böser Absicht geschehen sein, wenn man per Black Hat SEO von einem Konkurrenten von den vorderen Suchmaschinenplätzen vertrieben werden soll.Mit Tools zum Checken von Links kann man solche Seiten anhand der oben genannten Praktiken erkennen und die Löschung der Verlinkung auf die eigene Seite verlangen. Bei vielen solchen Seiten erkennt man auf den ersten Blick, dass es sich um Link-Sammler oder Seiten mit anrüchigen Geschäftsmethoden handelt.

Wenn man bereits bei Google abgestraft wird, wird das z.B. über die Google Search Console mitgeteilt. Dann sollten mit einem sorgfältigen Link-Audit alle eingehenden Links geprüft und die negativen Links bearbeitet werden. Wenn die Löschung der Links auf den entsprechenden Seiten nicht möglich ist, kann Google diese auf Antrag für ungültig erklären. Dazu ist jedoch ein eigener Kontakt und spezieller Ablauf bei Google erforderlich. Selbiges gilt für eine Wiederaufnahme der eigenen Website in den Suchindex.

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