Absprungrate


Die Absprungrate einer Seite auf Ihrer Website ist ein wichtiger Hinweis für den Erfolg Ihres Internetauftritts. Dabei bezeichnet ein Absprung (etwas unlogisch) den Aufruf einer Seite, ohne dass dieser User danach eine weitere Seite Ihrer Website aufruft oder eine Interaktion durchführt. Das Analysetool bei Google kann eben nur Aufrufe messen. Eine Verweildauer lässt sich erst mit dem nächsten Aufruf einer Seite dieser Website annehmen. Wenn also der User nach dem Besuch der ersten Seite eine weitere Seite der gleichen Website aufruft, liegt die Absprungrate bei Null und die Verweildauer bei dem Intervall zwischen den beiden Aufrufen. Wenn der User die Website nach dem ersten Aufruf komplett verlässt, liegt die Absprungrate dagegen bei 100%. Die über einen gewissen Zeitraum und einer gewissen Besucherzahl hinweg ermittelte Absprungrate einer Seite wird also aus einem Durchschnittswert ermittelt und in Prozent ausgedrückt.

Beispiel:

Wenn von 100 Besuchern der Startseite Ihres Internetauftritts 60 dieser User von dort aus eine weitere Seite Ihrer Website aufrufen, aber 40 danach ohne eine Interaktion auf eine andere Website springen, liegt die Absprungrate Ihrer Startseite bei 40%.

Bedeutung der Absprungrate

Eine hohe Absprungrate muss nicht unbedingt etwas Negatives bedeuten. Die Interpretation der Bedeutung liegt vielmehr an der Absicht, die Sie mit dieser Seite auf Ihrer Website verfolgen.

Wenn es bei Ihrer Webseite z.B. darum geht, dass ein Besucher der Startseite von dort aus ein Produktangebot aufruft, ein Kontaktformular öffnet oder einen Bezahlvorgang einleitet, ist eine hohe Absprungrate ein schlechtes Zeichen. Das deutet nämlich darauf hin, dass die User z.B. Ihr Produkt als nicht interessant, zu teuer oder als unzureichend bewerten. Ebenso kann die Ladegeschwindigkeit oder die Darstellung auf Mobilgeräten unbefriedigend sein. Oder aber, mit Ihrem Online-Marketing bzw. Ihrer Keyword-Ausrichtung treffen hauptsächlich Kaufinteressenten auf Ihre Seite, die eigentlich etwas anderes suchen. In beiden Fällen ist also eine Nachbesserung dringend angeraten.

Bieten Sie auf Ihrer Startseite jedoch z.B. wichtige Adressen, Öffnungszeiten oder Informationen an, die die Bedürfnisse des Nutzers mit einem Besuch befriedigen können, hat eine hohe Absprungrate nichts zu bedeuten, sondern lässt sich eher erwarten. Ein Blogbeitrag oder eine spezielle Landingpage bietet alle Informationen, die der Nutzer braucht. Doch wie lange hat er sich auf der Seite aufgehalten und was hat er gemacht?

Verweildauer, Aktivitätsmessung und Durchschnittswerte

Die Absprungrate ist ein wichtiges Kennzeichen, das jedoch erst in Verbindung mit weiteren Informationen tatsächlichen Aufschluss liefert. Die Verweildauer auf einer Seite wird normalerweise festgestellt, indem das Intervall zwischen dem Aufruf einer Seite und dem nächsten Aufruf z.B. eines Menüpunkts der Website gemessen wird. Doch das allein heißt noch nichts, falls der Besucher z.B. zwischendurch frühstücken war. Google Analytics lässt sich mit dem Event-Tracking so einrichten, dass Interaktionen und Aktionen des Nutzers wie das Teilen der Seite oder die Aktivzeit des Nutzers gemessen wird also z.B. durch das Scrollen oder Bewegen des Mauszeigers.

Verschiedene Analyse-Unternehmen geben Durchschnittswerte für Absprungraten an, die als relativ normal gelten. So sollte die Absprungrate bei einer Seite mit Verkaufsangeboten nicht unter 40 bis 50% liegen. Landing-Pages, Nachrichtenseiten oder Blogbeiträge können weit höhere Absprungraten zeigen, ohne dass diese negativ zu bewerten wären.

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