Broken Link

Ein Broken Link definiert mit der deutschen Übersetzung exakt seine Bedeutung. Der Broken Link ist eine unterbrochene Verbindung.

Was ist ein Broken Link?

Ein Link stellt als Grundlage des World Wide Web die Möglichkeit dar, von einer Stelle im Netz auf eine andere zu springen – und zwar mit Hilfe einer Adressangabe. Jede öffentlich erreichbare Seite im World Wide Web verfügt über eine eigene Adresse, der sogenannten URL (Unique Resource Locator). Ausgenommen davon sind spezielle Seiten, die z.B. über eine Datenbank in einem bestimmten Kontext aufgerufen werden können. Wenn eine URL nicht mehr existiert bzw. sich geändert hat, entsteht ein Broken Link auf der Seite, die auf diese Adresse verlinkt hat. Im Ergebnis erhält der Nutzer, der auf einen toten Link klickt, einen 404 Seiten-Fehler, falls immerhin die Domain des Links noch existent ist. In anderen Fällen zeigt der Browser eine Mitteilung, dass die Adresse nicht gefunden werden kann (410 Seiten-Fehler). Ein Broken Link erzeugt also in gewisser Weise eine Frustration, die dem Nutzer nicht gefällt. Ähnlich reagiert die Suchmaschine, die bei ihrem Suchlauf durch eine Webseite auf einen Broken Link stößt.

Die Folgen von Broken Links

Während jedoch der Nutzer im besten Fall die Back-Funktion nutzt, um wieder auf die Ausgangsseite zu gelangen, speichert Google ein abwertendes Ranking-Signal. Nachdem für Google der Mehrwert für den Nutzer einen der grundlegenden Werte für die Bewertung und damit das Ranking in den Suchergebnissen darstellt, wird eine Reihe von Broken Links nachteilig ausgelegt werden.Die Webseite gilt für Google dann als ungepflegt und im weiteren Sinne schädlich für Googles Werbeeinnahmen. Jeder Webmaster, der am Erfolg und der Nutzerfreundlichkeit seiner Webseite interessiert ist, sollte sie daher regelmäßig auf Broken Links untersuchen. Das gilt in hohem Maße auch für interne Links, die nicht mehr funktionieren. Sie werden bei Google genauso negativ bewertet und führen beim Nutzer eventuell zu einem verfrühten Absprung, weil er sich ärgert. Außerdem verliert die eigene Webseite an Wert, weil sie die Kraft der verlinkten Seite, also den sogenannten Linkjuice, nicht mehr in der Gesamtbewertung von Google nutzen kann.

Wie entstehen Broken Links?

Das World Wide Web ist in beständiger Bewegung. Aufgrund technischer Entwicklungen und veralteter Inhalte kommt es häufig zu Updates ganzer Webseiten. Aber auch der Umzug auf einen anderen Server oder eine neue Strukturierung der eigenen Inhalte führt zu der Vergabe neuer Adressen. Das gilt verstärkt sogar für dynamisch erzeugte Adressen, die von anderen Seiten wie feste Adressen verlinkt werden. Gerade, wenn auf Artikel oder andere Dateien verlinkt wird, kann es schnell zu einem Broken Link kommen, weil der dortige Webseitenbetreiber keinen Redirect gesetzt hat. Jede Veränderung einer Adresse führt zu einem Broken Link, wenn der Inhalt der Seite nicht überprüft und angepasst wird.

Wie entdeckt man Broken Links auf der eigenen Webseite?

Im Internet werden diverse Tools angeboten, mit denen man die eigene Webseite sogar online auf tote Links untersuchen kann. Bewährt hat sich als Broken Link Check System ebenfalls die Google Search Console. Mit einem Plugin im Content-Management-System lässt sich der Broken Link Check auch automatisiert durchführen, sodass der Webmaster eine Mitteilung erhält, wenn das System einen toten Link entdeckt hat. Um ganz sicher zu gehen, sollte ein Webmaster jedenfalls aussagekräftige 404 Fehlerseiten (404 Fehlercode) anlegen, die bei einer nicht funktionierenden Verbindung nach einer Nachricht für den Nutzer z.B. auf die Startseite zurückführen. Wenn eine Seite dauerhaft umgezogen worden ist, aber schätzungsweise intern oder extern oft mit der alten Adresse verlinkt wird, lohnt sich die Einrichtung einer 301 oder 302 Fehlerseite mit Weiterleitung auf die neue Adresse.

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