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WDF/IDF

Wenn Sie als Kunde oder Partner einer Werbeagentur schon einmal versucht haben, sich in die Feinheiten der SEO einweisen zu lassen, haben Sie diese Abkürzung bestimmt gehört. Daran führt kein Weg vorbei. Falls nicht, sollte ich es jetzt wohl besser etwas erklären. SEO ist die englische Abkürzung für Suchmaschinenoptimierung. Eine solche braucht jeder Geschäftsmann, der seine Website und damit seine Angebote an Dienstleistungen oder Produkte nicht durch teure Google-Anzeigen bewerben will. Wenn eine SEO gut, professionell und vor allem regelmäßig durchgezogen wird, wird Ihre Website in den Suchergebnissen nach oben klettern. Das Ziel ist dabei stets eine Positionierung unter den ersten 10 bis maximal 20 Suchergebnissen, denn weiter nach hinten wird kaum ein Kunde klicken, der nicht explizit nach Ihrem Namen sucht.

SEO und WDF/IDF

Die SEO wird mit vielen verschiedenen Instrumenten betrieben, die zusammen genommen so etwas wie den Werkzeugkasten des Online-Marketing Experten bilden. Einer der wichtigen Bestandteile besteht aus einer guten Textarbeit. Die Texte auf Ihrer Website sollten gut geschrieben werden, damit Google sie als wertvoll und nützlich erachtet. Dann wird Ihre Website in den Suchergebnissen nach oben klettern. Das ist zwar nur ein Faktor in dieser Positionierung, aber eben ein wichtiger. Das WDF/IDF ist eine mathematische Methode, auf deren Grundlage die Algorithmen geschrieben werden, mit denen Google dieses Kunststück gelingt. WDF/IDF steht für Within-Document-Frequency*Inverse-Document-Frequency. Und das ist tatsächlich so kompliziert, wie es sich anhört.

Geschichte der WDF/IDF Analyse

Nachdem man in den 90ern entdeckt hatte, dass eine reine Sammlung von Schlüsselworten noch lange nichts über die Güte eines Textes aussagt, machten sich einige Wissenschaftler daran, eine bessere Methode zu entwickeln. Deren Ergebnisse wurden von den besten Programmierern und Analysten bei Google beständig weiterentwickelt. Heute kann Google recht gut analysieren, ob ein Text thematisch tatsächlich einen Mehrwert für den Nutzer darstellt oder nicht. Alle Online-Marketing Experten dieser Welt versuchen herauszufinden, wie Google das genau macht und hinken natürlich immer etwas hinterher. Aber sie arbeiten mit Analysemethoden, mit denen sich die Textarbeit immerhin an die Anforderungen annähern kann. Die WDF/IDF Analyse bildet dabei immer noch die Grundlage der Arbeit. Wenn man die Formel in Text übersetzt, geht die Analyse etwa so vor.

Wie funktioniert WDF/IDF?

Verglichen werden alle Texte, die ein bestimmtes Thema X behandeln. Dabei werden alle Füllworte wie „und“, „denn“ „mit“ und die einfachen Verben usw. aus der Analyse herausgelassen. Übrig bleiben die rein thematischen Begriffe und Fachbegriffe, sowie alle Begriffe, die aus dem semantischen Umfeld des Themas stammen. Als Beispiel nehmen wir das Thema „Apollo 13“. Enge Fachbegriffe dazu sind natürlich etwa „Raumfahrt“ „NASA“ „Astronauten“, „Triebwerk“, „Mond“ und „starten“. Aus dem semantischen Umfeld des Themas kommen jetzt aber „Unfall“, „Krise“, „Tom Hanks“ und natürlich auch die chemische Fachbezeichnung für den Raketentreibstoff hinzu. Noch weiter gestreut fallen dem Analyse-Tool dann noch Begriffe wie „V2“ oder „Wernher von Braun“ auf. Aber vermutlich werden diese Fachbegriffe aus der Geschichte der Raumfahrt nicht direkt mit einbezogen, weil sie zu selten in den Dokumenten auftauchen. Die WDF/IDF Analyse untersucht jetzt für jedes Dokument die Dichte der thematisch bezogenen Fachbegriffe im Verhältnis zu den Allerweltsbegriffen und der Länge des Textes und vergleicht das Ergebnis mit allen Dokumenten, die sich mit diesem Thema beschäftigen. Im Ergebnis erhält der Online-Marketing Experte messbare Aussagen über die Art und Verteilung von thematisch bedeutsamen Begriffen in den Texten und die durchschnittliche Länge der am häufigsten besuchten Texte dazu. Aus diesen Werten kann dann der Texter die Rahmenbedingungen für seinen Textentwurf entnehmen. Es geht um ein ausgewogenes Verhältnis. Schmeißt er im Text mit dem gleichen Fachbegriff nur so um sich, ohne auch weitere relevante Begriffe zu verwenden, wird er von Google mit Verachtung bestraft.

Was bleibt am Ende?

Am Ende bleibt immer die Erkenntnis, dass, je besser und interessanter ein Text geschrieben sein wird, desto besser wird er nicht nur von den Kunden angenommen, sondern auch von Google bewertet. Das jeweilige WDF/IDF Tool bleibt nur eine Krücke.